Schwerpunkt „Herausforderungen der Weltgesellschaft“ der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

Podiumsdiskussion „Gewaltakteure in Konflikten“

  1. November 2018, 19.00 – 20.30 Uhr, Universitätsforum, Heussallee 18-24

Im Schwerpunkt “Herausforderungen der Weltgesellschaft” der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn stellen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Friedens- und Konfliktforschungsinstituts des BICC (Bonn International Center for Conversion) am 5. November ihre Ergebnisse aus Feldforschungen im Mittleren Osten und der Ukraine vor.

In Gewaltkonflikten spielen irreguläre Gewaltakteure wie Milizen, kriminelle Banden oder Terrorgruppen eine zunehmend wichtige Rolle. Feldforschungsbasiert untersuchte das BICC u. a.

\         im Mittleren Osten die Interaktionen zwischen politischen, bewaffneten und zivilen kurdischen Akteuren aus unterschiedlichen Nationalstaatskontexten (Iran, Irak, Syrien, Türkei) und den Einfluss dieser Netzwerke auf aktuelle Konfliktdynamiken;

\         in Afghanistan, welche Rolle Medresen bei der Mobilisierung religiöser (Gewalt)Akteure spielen, nachdem der dschihadistische Salafismus von Daesh (lokal für Islamischer Staat, IS) eine weitere Spielart gewaltbereiten religiösen Extremismus in der Region geworden ist;

\         im Donbass, wie aus Individuen mit unterschiedlichen Motiven handlungs-und kampffähige Einheiten mit militärischen Organisationsstrukturen werden.

Über Vernetzung, Mobilisierungspraktiken, interne Befehlsketten und Finanzierung von Gewaltakteuren in Konflikten diskutieren die Friedens- und Konfliktforscherinnen und -forscher Andreas Heinemann-Grüder, Katja Mielke, Conrad Schetter (Moderation) und Carina Schlüsing.

Um Anmeldung unter pr@bicc.de bis zum 2. November 2018 wird gebeten.

Über Ihre Teilnahme würden wir uns sehr freuen. Rückfragen und Interviewwünsche richten Sie bitte an Susanne Heinke, Leiterin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit BICC (Tel.: 0228/911 96-44, pr@bicc.de)