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Weil am Rhein

„Warum haben die keine Kindheit wie ich“, fragt sich Anisa Amiti, die Oberbürgermeister Wolfgang Dietz ihr Anliegen vortrug. Zusammen mit zwei Lehrern und Klassenkameraden war die 13-Jährige Botschafterin der Aktion, deren Ziel es ist, möglichst viele Politiker dafür zu gewinnen, sich stark zu machen für den Protest gegen Missbrauch von Kindern in Kriegen. Symbolisch übergaben sie dafür Plakate mit roten Handabdrücken, die sie in der Gemeinschaftsschule gesammelt haben.

„Kinder können je nach Alter nicht vollständig zwischen moralisch richtigen und falschen Handlungen oder zwischen einem Abenteuerspiel und Realität unterscheiden. Sie haben keine Vorstellung von der Endgültigkeit des Todes“, erläutert Lara Olayan (13).

Die Schüler haben sich im Ethikunterricht mit ihren Lehrern vertieft mit den Hintergründen befasst, warum Kinder als Soldaten eingesetzt werden. „Das hat uns sehr betroffen gemacht, so dass wir mehr darüber wissen wollten“, erklärte der 14-jährige Dustin Gimbel. Es sei schlimm zu wissen, dass manchmal sogar achtjährige Kinder gezwungen werden, Verbrechen zu begehen, schildert Ezan Fejzula (13).