Mit dem Leo-Statz-Berufskolleg haben wir in der Vergangenheit schon viele Aktionen durchgeführt. Auch die Aktion Rote Hand war mehrfach dabei. So war eine Klasse des Berufskollegs 2015 im Landtag NRW dabei, als wir zwei Tage lange mit zwei Schulklassen (die zweite war eine Realschulklasse aus Kerpen) die Abgeordneten ansprechen.

In diesem Jahr haben wir zunächst am 28.01.2019 einen Workshop in einer Klasse im Fach Politik durchgeführt. Mit dem Film „Ich habe getötet“ wurde den Jugendlichen drastisch vor Augen geführt, wie wenig das Leben der Kindersoldaten mit virtuellen Vorlagen zu tun hat. Es herrschte große Betroffenheit vor allem über die Situation der Mädchen, die im Film sehr deutlich über ihre Erlebnisse sprachen.

Die Jugendlichen zeigten großes Interesse auch an den globalen Zusammenhängen. Immer wieder kamen wir aber auch nach Deutschland zurück. So diskutierten wir die Formen, mit denen die Bundeswehr schon sehr früh um die Jugendlichen wirbt. Aber auch die deutsche Kleinwaffenindustrie und ihre Exporte kamen zur Sprache.

Am Ende stand dann natürlich die Aktion Rote Hand, die wir im Klassenzimmer durchführten, damit die Jugendlichen wissen wie die Abläufe am Aktionstag sind. Die Wahl für den Aktionstag fiel auf den 7.2.2019, der heimliche Geburtstag von FRIEDENSBAND.

 

Der Aktionstag

Gut vorbereitet ging es am 07.02.2019 in den Aktionstag. Pünktlich um 8 Uhr standen die Tische mit Farbe, Farbschalen und Papier bereit und die Wäscheleinen hingen. Klassenweise kamen die Jugendlichen und hatten genug Zeit, informiert zu werden über das Thema Kindersoldaten und über die Aktion Rote Hand. Es gab spannende Diskussionen über die Bundeswehr, dass und wie sie bereits Minderjährige anspricht und dass gerade jetzt der Bericht über die traumatisierten Soldaten veröffentlicht wurde.

Auch das Thema Sport und Krieg, dass Kinder und Jugendliche immer wieder über den Sport für Kriege vorbereitet wurden und dass über die Sprache im Sport auch mal nachgedacht werden könnte.

Wir nahmen viele interessante Gedanken mit und haben – wie immer – von den Jugendlichen gelernt. So ist die Aktion Rote Hand entstanden und so hat sie sich immer weiterentwickelt.

 

Danke an die Lehrer*innen und vor alle an die gesamte Klasse. Wir fanden es sehr schön, dass sie in der Blitzabfrage zum Schluss dem Ganzen sehr guten Noten gaben, mehr davon forderten und vor allem toll fanden, dass sie so selbstständig agieren konnten.