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USA: Empörte Jugendliche verändern ein Land

David Hogg, a senior at Marjory Stoneman Douglas High School, speaks at a rally calling for more gun control three days after the shooting at his school, in Fort Lauderdale, Florida, U.S. February 17, 2018. REUTERS/Jonathan Drake

Die empörten Jugendlichen in den USA zeigen, dass sie Macht haben. Mit ihrem Mut der Verzweiflung über ein politisches System, dass auf ihre Kosten handelt, haben sie sich viel Sympathien erkämpft und gleichzeitig eine Stimmenmehrheit gegen den Waffenwahnsinn erreicht.

Der Amoklauf an der Marjory Stoneman Douglas High School in Parkland hat bei vielen Amerikanern offenbar zu einem Meinungsumschwung geführt. 70 Prozent der für eine Umfrage im Auftrag von CNN befragten Erwachsenen sind aktuell für eine Verschärfung der Waffengesetze in den USA – das sind deutlich mehr als in früheren Umfragen. Selbst 57 Prozent der Befragten aus Haushalten mit Waffen sind für eine Verschärfung. Und auch bei den Republikanern liegen die Befürworter mit 49 Prozent knapp vorne.
Nachlesen Statista
Weiterlesen SPIEGEL 18.02.18
Aktion

Schwäbisch Hall: Die Sibille-Egen-Schule

„Wir sammeln Handabdrücke, melden die Anzahl an das Deutsche Bündnis Kindersoldaten, das bundesweit für die Aktion verantwortlich ist, und schicken einen entsprechenden Brief an unsere Politiker“, erklärt die Geschichts- und Deutschlehrerin Katja Aurich. Seit zehn Jahren nimmt die Schule im Haller Westen an diesem Tag teil. Auch wenn dieses Jahr aufgrund des Faschings die geplanten Aktionen erst am 23. Februar nachgeholt werden konnten.

Gemeinsam mit ihrer Kollegin Claudia Braun initiiert Aurich das Sammeln der Handabdrücke und setzt sich mit den Schülern mit dem Thema Kindersoldaten auseinander. „Es gibt nach wie vor 250 000 Kinder auf dieser Welt, die für Kampf- und Kriegshandlungen missbraucht werden. Mit diesem Tag wollen wir die Schüler für dieses Thema sensibilisieren. Denn Frieden ist keine Selbstverständlichkeit.“

Eine ähnliche Meinung vertritt auch die SPD-Europa-Abgeordnete Evelyne Gebhardt. Diese war auf Einladung der Schule aus Brüssel angereist. „Kinder sind unsere Zukunft und müssen geschützt werden. Es liegt in unserer Verantwortung, dass dieser Schutz gewährleistet wird. Der wichtigste Grundsatz unseres Miteinanders ist nicht ohne Grund, dass die Würde des Menschen unantastbar ist“, so Gebhardt.

Auf die Frage, inwieweit die SPD als Regierungspartei mit den Genehmigungen für Waffenlieferungen in Rekordhöhe dieser Verantwortung gerecht geworden sei, entgegnete Gebhardt: „Ich würde nicht sagen, dass die SPD für die Lieferungen verantwortlich ist. Als Koalitionspartner mit der CDU sind wir in einen Koalitionsvertrag eingebettet.“ Gerade im Hinblick auf die deutsche Geschichte sei es schade, eines der Länder mit den größten Waffen­exporten zu sein. Ihr Vorschlag wäre die Umwandlung und Eingliederung der Waffenindustrie in andere Industriezweige, etwa in den Maschinenbau.

Die Rolle der Bundeswehr

Auch Jana und Hannah, Schülerinnen der elften Klasse des Biotechnologischen Gymnasiums, haben die Rede von Evelyne Gebhardt mitverfolgt. Ihre Klasse hat unter Anleitung von Katja Aurich die Aktionen für den Tag organisiert, etwa indem sie Plakate über aktuelle Fälle von Einsätzen von Kindersoldaten entworfen haben. „Es ist erschreckend zu sehen, dass es immer noch so viele betroffene Kinder gibt“, meint die 19-jährige Hannah. „Vom Syrienkrieg hört man ja auch, dass Kinder für Selbstmordanschläge missbraucht werden.“ Den beiden jungen Frauen ist es wichtig, andere Menschen auf das Thema Kindersoldaten aufmerksam zu machen und Verantwortung zu übernehmen.

Die beiden Schülerinnen sind in direkter Weise davon betroffen. „Man vergisst es immer wieder, aber auch die Bundeswehr beschäftigt Kindersoldaten“, klärt Katja Aurich auf. Sie bezieht sich damit auf die Definition der Pariser Prinzipien von 2007, in der es heißt, dass alle Kinder unter 18 Jahren, die Teil bewaffneter Gruppen oder Armeen sind, Kindersoldaten sind. „In meinen Klassen werden 16-jährige Schüler zur Musterung eingeladen. Diese Jugendlichen dürfen bei einer Bundestagswahl noch nicht einmal wählen, sollen aber entscheiden, ob sie Teil einer Streitkraft werden wollen.“ Die Lehrerin schüttelt konsterniert den Kopf.

Eine Forderung des Deutschen Bündnises Kindersoldaten ist unter anderem der Stopp deutscher Rüstungsexporte in Krisengebiete. Nur wenige Stunden, nachdem der letzte Handabdruck auf dem Stofftuch der Sibilla-Egen-Schule getrocknet war, bestätigte das Außenministerium unter Sigmar Gabriel, dass weitere Waffenlieferungen, darunter Bomben und Panzerteile, an die Türkei genehmigt wurden. Der ARD zufolge, zeitlich unmittelbar vor der Freilassung des deutschen Journalisten Deniz Yücel.

Ganzer Artikel: SWP

Recherche

DAKS: Wer Waffen sät, wird Flüchtlinge ernten

Denn wie ihre Vorgängerregierungen leistete auch die CDU/CSU-SPD-geführte Bundesregierung unter Führung von Angela Merkel und Sigmar Gabriel von 2013 bis 2017 aktiv Beihilfe zur Eskalation der Gewalt und zur Stabilisierung autokratischer, repressiver und diktatorischer Regime in Ländern, aus denen Menschen massenhaft fliehen mussten. Mit ihren milliardenschweren Rüstungsexportgenehmigungen an menschenrechtsverletzende und kriegführende Regierungen und Regimes trug und trägt die Bundesregierung massiv zum Fluchtgrund Waffenhandel bei. Die Folgen dieser ebenso verantwortungslosen wie menschenverachtenden Regierungspolitik wirken. Mehr als zwei Millionen Menschen flohen in den vergangenen Jahren in die Bundesrepublik Deutschland. Dabei kann die Bundesregierung auf eine lange Tradition von Waffenausfuhrgenehmigungen zurückblicken. Allein in den Achtziger- und Neunzigerjahren des vergangenen Jahrhunderts ermordete die türkische Armee Zehntausende Kurd*innen im Südosten des Landes – maßgeblich mit Waffen von Heckler & Koch (H&K). Mehr als eine Million Menschen aus TürkischKurdistan flohen maßgeblich vor dem Einsatz deutscher Maschinenpistolen des Typs MP5 und Sturmgewehre des Typs G3, in Lizenz von H&K und der Bundesregierung gefertigt bei MKEK in Ankara.

Allen voran die exorbitant hohen Steigerungen der Genehmigungen für den Export sogenannter Kleinwaffen (von Pistolen über Maschinenpistolen bis hin zu Sturm-, Maschinen- und Scharfschützengewehren) sprach für sich: Im Jahr 2016 wurden Kleinwaffenexporte im Wert von 46,89 Millionen Euro erteilt – im Vergleich zum Vorjahr eine Steigerung um sage und schreibe 47 Prozent. 2016 wurden erneut Kleinwaffentransfers ins Kriegsland Irak genehmigt, u.a. für 4 000 weitere Gewehre mit KWL-Nummer (Kriegswaffenliste) im Wert von mehr als 2,1 Millionen Euro. Deutschland ist im weltweiten Ranking zum drittgrößten Exporteur von Kleinwaffen avanciert. Die Bundesregierung genehmigte einmal mehr Kriegswaffenexporte an Diktatoren und Warlords. Mit den Waffentransfers in den Irak nahm die Bundesregierung den Bruch des Völkerrechts und damit des Grundgesetzes in Kauf. Denn bis zum heutigen Tag gilt ein Waffenembargo der Vereinten Nationen für den Irak.

Weiterlesen: DAKS-Newsl-2018-02

Öffentlichkeit

Der Red Hand Day 2018 in den Medien

Es ist interessant, wie sich das Thema Kindersoldaten rund um den 12. Februar in den Medien darstellt. Hier eine erste Bilanz:

 

“Du bist jetzt Soldat” – Deutschlandfunk
“Missio” – Problem der Kindersoldaten verschärft sich weiter Erzdiözese Wien
“Red Hand Day”: Bündnis kritisiert Einsatz von Kindersoldaten MSN.com
,,Politik der Angst“: Problem der Kindersoldaten verschärft sich – Tiroler Tageszeitung Online
[12. Februar: Internationaler Tag gegen Kindersoldaten] Red Hand Day LabourNet Germany
12. Februar: Internationaler Tag gegen die Rekrutierung von Kindersoldaten UNO-Flüchtlingshilfe (Pressemitteilung)
177 mal Stopp für den Missbrauch von Kindern als Soldaten shz.de
Aktion gegen Kindersoldaten PNP Plus
Aktion: 441 Rote Hände aus Langenau SWP
Bündnis gegen Kindersoldaten: Stopp von Kleinwaffenexport domradio.de
Caritas: Fast 10.000 Kindersoldaten befreit oder demobilisiert – FinanzNachrichten.de
Caritas: Fast 10.000 Kindersoldaten befreit oder demobilisiert – Presseportal.de (Pressemitteilung)
Caritas: Fast 10.000 Kindersoldaten befreit oder demobilisiert Digital Daily
Caritas: Hilfe für 10.000 Kindersoldaten im Ostkongo – domradio.de
D/Kongo: Caritas integriert 10.000 Kindersoldaten Vatican News
Der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick hat den Einsatz von Kindersoldaten als Radio Bamberg
Deutschland.de – Zeigst auch DU zum „Red Hand Day“ Facebook
Die Uno ist betreffend Rekrutierung von Kindersoldaten machtlos Neue Zürcher Zeitung
Ein ganz normaler Student neues deutschland
Engelchen und Teufelchen für Kinderrechte a3kultur
Erzbischof Schick zum heutigen „Tag gegen den Einsatz von Kindersoldaten“ Radio Euroherz
Für Entwaffnung, Entlassung und Wiedereingliederung am Red-Hand-Day Mannheimer Morgen
Gegen den Einsatz von Kindersoldaten beobachternews.de (Blog)
Gruppen setzen sich gegen den Einsatz von Kindersoldaten ein 5vier
Handabdrücke gegen Kindersoldaten: Schüler setzen Zeichen – t-online.de
Hilfe für Kindersoldaten ARD Mediathek
Innovative Drahtbiegeteile aus Oberfranken für die automotive Industrie Digital Daily
Kein Kind soll mehr Soldat sein Peiner Nachrichten
Kinder sagen in Neusäß „Stopp!“ zu Krieg und Gewalt Augsburger Allgemeine
Kindersoldaten im Sudan frei Was kommt nach dem Morden? Berliner Zeitung
Kindersoldaten in Kongo: Tausende Kinder gehörten Milizen an Nau.ch
Kindersoldaten: Der Red Hand Day macht auf das Schicksal Zehntausender Kinder aufmerksam Web.de
Kirche fordert Aufmerksamkeit für Lage von Kindersoldaten domradio.de
Kriegsland verharrt in Armut Todesurteil belastet Südsudans Friedensuche Stuttgarter Zeitung
Malteser hoffen auf Frieden im Südsudan domradio.de
Mehr als 300 Kindersoldaten im Südsudan freigekommen – 24matins.de
Minister Gerd Müller verurteilt Missbrauch von Kindern als Soldaten Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung – Meldungen
Neue Kontaktdaten des Gesundheitsdienstes in Bersenbrück Landkreis Osnabrück
Österreich: Missio warnt vor Problem der Kindersoldaten – Vatican News
Problem der Kindersoldaten verschärft sich weiter Kleine Zeitung
Rebellen im Südsudan lassen 300 Kindersoldaten frei Deutsche Welle
Rebellen lassen 250 Kindersoldaten frei – SPIEGEL ONLINE
Rebellen lassen mehr als 300 Kindersoldaten frei – Märkische Allgemeine Zeitung
Red Hand Day 12.2.: Weltweiter Aktionstag gegen den Einsatz von Kindern als Soldaten / Keine … finanzen.net
Red Hand Day 12.2.: Weltweiter Aktionstag gegen den Einsatz von Kindern als Soldaten Keine … – Presseportal.de (Pressemitteilung)
Red Hand Day 2018 – Internationaler Tag gegen Kindersoldaten DFG-VK
Red Hand Day Müller verurteilt Missbrauch von Kindern als Soldaten Entwicklungspolitik Online (Blog)
Red Hand Day: Nein zu Kindersoldaten! – SOS-Kinderdörfer.de
Red Hand Day: SOS-Kinderdörfer weltweit demonstrieren gegen den Missbrauch von Jungen und … – FinanzNachrichten.de
Red Hand Day: SOS-Kinderdörfer weltweit demonstrieren gegen den Missbrauch von Jungen und … – Scharf-links.de
Rote Hände gegen den Einsatz von Kindersoldaten Peiner Allgemeine Zeitung – PAZ-online.de
Rote Hände gegen den Einsatz von Kindersoldaten spendeninfo.at
Rote Hände gegen Kindersoldaten – Kreis-Anzeiger
Schüler protestieren mit roten Handabdrücken gegen Kindersoldaten News4teachers
Tag der Kindersoldaten: Wenn Kinder morden Stol.it
Tausende Kindersoldaten frei ZDFheute
Triererer gegen den Einsatz von Kindersoldaten Trierischer Volksfreund
Überparteiliches Engagement gegen Einsatz von Kindersoldaten t-online.de
Wenn Kinder morden, plündern und vergewaltigen müssen saarbruecker-zeitung.de
Wenn Kinder zu Mördern werden – Luxemburger Wort

 

Minister Gerd Müller zum Internationalen Tag gegen den Einsatz von Kindersoldaten

Zum Internationalen Tag gegen den Einsatz von Kindersoldaten am 12. Februar fordert Bundesentwicklungsminister Gerd Müller:

“Kinder brauchen Schulen, keine Gewehre! In Syrien werden zurzeit wieder hunderte von Kindern zwangsrekrutiert. Kinder zum Kämpfen und Töten zu zwingen, ist eine verabscheuungswürdige Menschenrechtsverletzung. Die Kinder leiden unter den seelischen und körperlichen Folgen oft ein Leben lang. Wir müssen unsere Anstrengungen verstärken, diesen Missbrauch zu beenden und den Kindern ein normales Leben zurückzugeben.”

Weiterlesen: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung

Konradsdorf: Zeichen gegen Einsatz von Kindersoldaten

Ein Zeichen gegen die Zwangsrekrutierung und den Einsatz von Kindersoldaten setzten die rund 1300 Schüler der Gesamtschule Konradsdorf gestern beim RedHand Day der Unicef. Bereits vergangenes Jahr hatten sie sich an der Aktion beteiligt. Viele Schüler waren sichtlich beeindruckt von dem für sie neuen Thema.

Die Ortenberger Bürgermeisterin Ulrike Pfeiffer-Pantring unterstützte den Red-Hand-Day, indem sie die Bürgermeisterdienstversammlung mit ihren Kollegen kurzerhand nach Ortenberg umleitete. Gemeinsam machten sie einen Abstecher an die Schule, um ihre Solidarität mit dem Engagement der Schüler zu zeigen. Weiterlesen: Kreis-Anzeiger

Aktion

Ev. Jugend Kleve: Rote Hände für die Kanzlerin

In unserer kleinen Aktionsgruppe war große Betroffenheit über das Unwissen, aber auch die geringen Chancen zu echter Einflussnahme. Die Kinder haben sich entschieden, das Transparent mit einem entsprechenden Begleitschreiben an das Bundeskanzleramt zu senden.

Deutsches Bündnis Kindersoldaten

Es ist schon gute Tradition: In Berlin organisiert das Bündnis Kindersoldaten zum 12. Februar eine Bundespressekonferenz und demonstriert vor Reichstag oder Kanzleramt gegen den Einsatz von Kindern in Kriegen, bzw. gegen Minderjährig bei der Bundeswehr und Exporte von Kleinwaffen.

Presseerklärung Deutsches Buendnis Kindersoldaten

 

Innocent Opwonya, ehemaliger Kindersoldat

“Ich wurde in einer Zeit geboren, in der Krieg im Norden von Uganda herrschte. Der Auslöser dieses Krieges, der schon seit 1986 wütete, war der Putsch und der Sturz der Regierung von Uganda durch den heutigen Präsidenten. Erzählungen zufolge begann dieser Krieg als eine friedliche Demonstration, welche von einem Mann namens Joseph Kony angeführt wurde. Diese Demonstration gegen die massenhafte Tötung von unschuldigen Menschen während des Putsches weitete sich später zum bewaffneten Kampf der Lord Resistance Army (LRA) aus, der sogenannten Widerstandsarmee des Herrn. Schüsse gehörten zu meiner Kindheit dazu und es war ungewöhnlich, wenn an einem Tag kein einziger Schuss fiel. Es war ein normales Leben, wenn nicht sogar ein perfektes Leben für ein Kind, das nichts anderes kannte als Krieg. Als mein 10. Geburtstag nahte, trat der Teufel über meine Türschwelle. In 2000 wurde ich mit der harten Realität konfrontiert.”

Statement_RHD19_Innocent_Opwonya

 

Ralf Willinger, terre des hommes Deutschland e.V., Sprecher Deutsches Bündnis Kindersoldaten

„Anstelle des glamourösen, heroischen Umfelds, das ihnen in der Militärwerbung versprochen wurde, finden Minderjährige [beim Militär] harte Bedingungen, Mobbing, Demütigung als Mittel zur Kontrolle, Einschränkung der Bewegungsfreiheit und, noch wichtiger, Einschränkung der Meinungsfreiheit vor. Glaubt wirklich jemand, dass das Militär ein Ort für Diskussionen und eine gute individuelle Entwicklung ist? Ist es nicht eher ein Ort, an dem man lernt, reflexhaft zu gehorchen? Um zu lernen zu funktionieren und um zu gehorchen ohne zu denken? Um eine Berufsausbildung für die Bedürfnisse der Armee zu haben und keine für die zivile Arbeitswelt?“

Statement_RHD19_Ralf_Willinger

 

Virginia Gamba, the Special Representative of the UN Secretary General on Children in Armed Conflict:

Red Hand Day serves to focus our attention on all the children that are suffering today as they are physically and emotionally coerced to protracted conflict. They are double victims: they will be victimized by the violence they will see and suffer, and they will be victimized once more by soci-ety, if they manage to escape this trauma alive. They become marked children -another Red Hand on the wall of our conscience -because we did not do enough to prevent this situation and we did not do enough to better protect, rescue and reintegrate those that survive.”

Weiterlesen: Statement Virginia Gamba

 

David Gee von Child Soldiers International sagte über den Einsatz von Minderjährigen in Armeen:

“Sind sie erst einmal eingezogen, sind die jungen Rekrutinnen und Rekruten Dienstbedingungen ausgesetzt, die im zivilen Leben für Menschen jedes Alters ungesetzlich wären. Häufig umfasst dies auch eine Mindestdienstzeit, die mehrere Jahre betragen kann. Von dem Moment ihrer Ankunft an, müssen sich neue Rekruten einem intensiven Trainingsprogramm unterziehen, das absichtlich so konzipiert ist, sie unter chronischen psychologischen Stress zu setzen. Absoluter Gehorsam wird durch harte Disziplin durchgesetzt – Mobbing und Demütigungen durch Ausbilder sind üblich. Wenn Zivilistinnen und Zivilisten solche Methoden anwendeten, würden sie für die Misshandlung von Kindern am Arbeitsplatz inhaftiert werden.”

Weiterlesen Statement von David Gee

 

Das Deutsche Bündnis Kindersoldaten und Child Soldiers International stellten die Studie »Why 18 matters – eine Analyse der Rekrutierung von Kindern« vor. Demnach halten mehr als drei Viertel aller Staaten den 18-Jahre-Standard bei der Rekrutierung ein und verzichten auf die Einstellung minderjähriger Soldaten. Unter den wenigen Ländern, die Minderjährige noch in großer Zahl in ihre Armeen aufnehmen, sind nur drei Industrieländer: die USA, Großbritannien und Deutschland. In Deutschland wurden im Jahr 2018 genau 1.679 17-jährige Soldatinnen und Soldatenrekrutiert, etwas weniger als im Vorjahr, aber immer noch mehr als doppelt so viele wie im Jahr 2011.

Why 18 matters – Analyse der Rekrutierung von Kindern deutsche Fassung

Unterstützung

Unterstützer: Das JUZ Mondseeland in Mondsee, Oberösterreich

Neu dazugekommen als Unterstützer: Die Jugendlichen im Jugendzentrum Mondseeland in Mondsee wollen mit dabei sein und sind als erste Einrichtung in Österreich herzlich willkommen.

Sie bereiten gerade sehr intensiv ihre Aktion Rote Hand vor und wollen in Österreich dafür werben, dass weitere Institutionen und Organisationen aktiv für die Kindersoldaten werden.

 

Aktion

IGS Langenhagen: 1.000 rote Hände

Die SchülerInnen sammelten in der Schule fast 1000 rote Handabdrücke, die sie jetzt dem Langenhagener Ratsherrn und Präsidenten des AWO-Bezirksverbandes, Marco Brunotte, übergaben. Der stellte seine Hand ebenso wie IGS-Leiter Timo Heiken für zwei weitere Abdrücke zur Verfügung und will den dicken Stapel Papiere an das Außenministerium in Berlin weiterreichen: Schließlich sei Deutschland einer der Hauptexporteure von Waffen, vor allem von Kleinwaffen, die in Krisen- und Kriegsgebieten besonders oft in die Hände von Kindersoldaten gerieten, sagte Brunotte.

Weiterlesen Hannoversche Allgemeine