Wirkung auf Schüler*innen

Schülerinnen und Schüler in Deutschland fasziniert und erschreckt die unmittelbare Ausübung von Gewalt durch Kindersoldat*innen. Das hat viel mit den Filmen und Spielen zu tun, die sie konsumieren. Doch die Beschäftigung mit der Situation von Kindersoldat*innen lässt Gewaltverherrlichung nicht zu.

Im Gegenteil, wenn die Kinder und Jugendlichen erfahren, wie sehr Kindersoldat*innen leiden müssen, setzen sie sich gern für sie ein. Der Weg wird frei für eine persönliche Auseinandersetzung mit dem Thema Gewalt.

Das gilt vor allem für die Mädchen, die etwa 40 Prozent ausmachen und in unseren Betrachtungen meist untergehen.

Der Ablauf der Aktion Rote Hand – das Einfärben der Hand mit roter Fingerfarbe, der Abdruck auf ein Papier mit der eigenen Botschaft an die Politik – bietet viel Symbolik und Raum für eine intensive Auseinandersetzung mit den Themen Krieg und Gewalt.

Die rote Hand wird unwillkürlich mit einer blutigen Hand verbunden. Wenn ehemalige Kindersoldat*innen mit diesem Symbol dafür demonstrieren, dass es keine Kindersoldat*innen mehr geben darf, wird diese Assoziation noch verständlicher.

Für den Umgang der Jugendlichen untereinander gehen von der Aktion positive Impulse aus, denn das gemeinschaftliche Agieren auf ein bestimmtes Ziel und die Solidarität mit den Gleichaltrigen in Kriegen gibt Klassen und Gruppen ein starkes Gefühl von Gemeinschaft.