Schule

Die Bildungsaktion

 

Beim Thema Kindersoldaten steht das Thema Gewalt stark im Vordergrund, aber auch – weil viele der Kinder Mädchen sind – sexualisierte Gewalt. Deswegen möchten wir intensiver den Begriff „Kindersoldat*innen“ verwenden.

Der Ablauf der Aktion Rote Hand – das Einfärben der Hand mit roter Fingerfarbe, der Abdruck auf ein Papier mit der eigenen Botschaft an die Politik – bietet viel Symbolik und Raum für eine intensive Auseinandersetzung mit den Themen Krieg und Gewalt. Die rote Hand wird unwillkürlich mit einer blutigen Hand verbunden. Wenn ehemalige Kindersoldat*innen mit diesem Symbol dafür demonstrieren, dass es keine Kindersoldat*innen mehr geben darf, wird diese Assoziation noch verständlicher.

Schüler*innen in Deutschland fasziniert und erschreckt die unmittelbare Ausübung von Gewalt durch Kindersoldat*innen. Das hat viel mit den Filmen und Spielen zu tun, die sie konsumieren. Doch die Beschäftigung mit der Situation von Kindersoldat*innen lässt Gewaltverherrlichung nicht zu. Im Gegenteil, wenn die Kinder und Jugendlichen erfahren, wie sehr Kindersoldat*innen leiden müssen, setzen sie sich gern für sie ein. Der Weg wird frei für eine persönliche Auseinandersetzung mit dem Thema Gewalt.

Für den Umgang der Jugendlichen untereinander gehen von der Aktion positive Impulse aus, denn das gemeinschaftliche Agieren auf ein bestimmtes Ziel und die Solidarität mit den Gleichaltrigen in Kriegen gibt Klassen und Gruppen ein starkes Gefühl von Gemeinschaft.

 

 

Film: „Ich habe getötet“

Auf die Situation der Mädchen in Kriegen geht der Film „Ich habe getötet“ besonders gut ein, den wir für Jugendlichen ab 14 Jahren empfehlen. Es ist unserer Meinung nach der beste Film, des es zurzeit gibt. Zwar findet kein einziger Schuss, es ist auch kein Blut zu sehen, aber die Aussagen der Jugendlichen wirken stark. Wir haben alle Dialoge abgeschrieben und stellen sie zur Verfügung. So können Sie sich gut in Ihrer Vor- und Nachbereitung auf die entsprechenden Stellen einstellen.

Nach dem Film muss Zeit sein für ein intensives Gespräch. Wir empfehlen dafür im Stuhlkreis die Meinungswand, die den Jugendlichen viel Raum gibt, ihre Gedanken zuu ordnen und niederzuschreiben.

Alle Informationen zum Film finden Sie hier.

Informationen zur Meinungswand finden Sie hier.

 

Kindersoldat*innen im 2. Weltkrieg

Wir sind davon überzeugt, dass nach wie vor die NS-Vergangenheit gerade auch im Zusammenhang mit den Kindersoldat*innen im Weltkrieg angesprochen werden sollte. Dafür durften wir  vier Bilder vom Bundesbildarchiv auswählen und als A3-Poster drucken.

Das bietet viele Möglichkeiten, zum Beispiel für eine Ausstellung, die die Jugendlichen selbst konzipieren. Spannend ist, wenn die Jugendlichen Bezüge zu unserer heutigen Gesellschaft finden und ausdrücken. Mehr dazu

Alles finden Sie im online-shop

 

 

 

Lebensgeschichte aus dem Kongo

Am 24.09.2018 bringt der Kölner Stadt Anzeiger einen ausführlichen Artikel über die harten Erlebnisse einen jungen Kindersoldaten. Sehr interessant ist die Beschreibung, wie er zwar aus der Rebellenorganisationen fliehen, dann aber nicht Fuß fassen konnte weil ihn niemand haben wollte. So war er leichte Beute für einen Minenbesitzer und schürfte unter schlimmsten Umständen Coltan für unsere Handys. Mit 13 Jahren war er gesundheitlich nicht mehr in der Lage zu arbeiten und eine wichtige Begegnung veränderte sein Leben.

Arbeitshilfe Artikel Krisenregion Ost-Kongo_ Früherer Kindersoldat macht in Goma Theater _ Kölner Stadt-Anzeiger

Artikel auf der Webseite des Kölner Stadt-Anzeigers