Die Bildungsaktion

Die Aktion Rote Hand wurde von FRIEDENSBAND als Bildungsaktion konzipiert. Mit unserer aktiongestützten Bildungsarbeit möchten wir Jugendliche dazu bewegen, sich für Gleichaltrige einzusetzen und eigene Kinderrechte kennenzulernen. Beim Thema Kindersoldat*innen ist das Thema Gewalt stark im Vordergrund, aber auch – weil 40 Prozent der Kinder Mädchen sind – sexualisierte Gewalt. Informationen zur aktionsgestützten Bildungsarbeit

Der Ablauf der Aktion Rote Hand – das Einfärben der Hand mit roter Fingerfarbe, der Abdruck auf ein Papier mit der eigenen Botschaft an die Politik – bietet viel Symbolik und Raum für eine intensive Auseinandersetzung mit den Themen Krieg und Gewalt. Die rote Hand wird unwillkürlich mit einer blutigen Hand verbunden. Wenn ehemalige Kindersoldat*innen mit diesem Symbol dafür demonstrieren, dass es keine Kindersoldat*innen mehr geben darf, wird diese Assoziation noch verständlicher.

Schülerinnen und Schüler in Deutschland fasziniert und erschreckt die unmittelbare Ausübung von Gewalt durch Kindersoldat*innen. Das hat viel mit den Filmen und Spielen zu tun, die sie konsumieren. Doch die Beschäftigung mit der Situation von Kindersoldat*innen lässt Gewaltverherrlichung nicht zu. Im Gegenteil, wenn die Kinder und Jugendlichen erfahren, wie sehr Kindersoldat*innen leiden müssen, setzen sie sich gern für sie ein. Der Weg wird frei für eine persönliche Auseinandersetzung mit dem Thema Gewalt.

Für den Umgang der Jugendlichen untereinander gehen von der Aktion positive Impulse aus, denn das gemeinschaftliche Agieren auf ein bestimmtes Ziel und die Solidarität mit den Gleichaltrigen in Kriegen gibt Klassen und Gruppen ein starkes Gefühl von Gemeinschaft.

 

Film: “Ich habe getötet”

Laut UNICEF ist der Anteil der Mädchen bei den Kindern, die in Kriegen kämpfen müssen etwa 40 Prozent. Das geht in unseren Betrachtungen meist unter. Darauf geht der Film “Ich habe getötet” ein, den wir Schulen für Jugendlichen ab 14 Jahren anbieten. Es ist unserer Meinung nach der beste Film, des es zurzeit gibt. Zwar findet kein einziger Schuss, es ist auch kein Blut zu sehen, aber die Aussagen der Jugendlichen wirken stark. Wir haben alle Dialoge abgeschrieben und zur Verfügung gestellt. So können Sie sich gut auf die Nachbereitung vorbereiten. Nach dem Film muss Zeit sein für ein intensives Gespräch. Wir legen im Stuhlkreis eine Papierbahn und Filzstifte und lassen den Jugendlichen Zeit, ihre Gedanken zuu ordnen und niederzuschreiben. Alle Informationen zum Film finden Sie hier.

 

 

Kindersoldaten im 2. Weltkrieg

Wir sind davon überzeugt, dass nach wie vor die NS-Vergangenheit gerade auch im Zusammenhang mit den Kindersoldaten im Weltkrieg angesprochen werden sollte. Dafür durften wir  vier Bilder vom Bundesbildarchiv auswählen und als A3-Poster abgeziehen. Das bietet viele Möglichkeiten, zum Beispiel für eine Ausstellung, die die Jugendlichen selbst konzipieren. Spannend ist, wenn die Jugendlichen Bezüge zu unserer heutigen Gesellschaft finden und ausdrücken. Mehr dazu

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